KÖRPEREI
Wenn man das, was in einem ist, hervorbringt, dann wird das, was in einem ist, die Rettung sein. Wenn man nicht hervorbringt, was in einem ist, dann wird das, was in einem ist, einen zerstören." .
Irgendwie bin ich anders als die Anderen.
Fühle mich falsch.
Bin so so viel |zu|.
Zu laut, zu leise, zu chaotisch, zu sprunghaft, zu undiszipliniert, zu faul, zu empfindlich, zu zu zu...
Das zumindest sagte mein Umfeld.
Und ich.
Ich glaubte es.
Versuchte Jahr für Jahr anders zu werden.
So wie die.
Schaute mir Verhaltensweisen ab.
Imitierte die Gesichter der Anderen.
Versuchte, mich gesellschaftlich anzupassen.
Es kostet mich Kraft.
Sehr viel davon.
Das alles passierte unbewusst.
Nichts reichte, um das zu werden, wie die Anderen| die Gesellschaft mich gerne gehabt hätte.
So zumindest fühlte ich es.
Ich zweifelte so oft an mir.
Und reflektiere mir Löcher ins Hirn.
Nur um endlich zu verstehen, was den so falsch an mir ist und warum ich nicht das schaffe, was alle andere schafften.
Ein stinknormales Leben führen.
Ich bekam meine geglaubte Antwort:
Diagnose ADHS.
Und ziemlich sicher bin ich auch auf dem Autismusspektrum.
Und auf einmal.
Auf einmal machte mein ganzes Leben einen Sinn.
Alles.
So viele Aha- Momente.
So viel Verständnis.
Für mich.
Und die Anderen.
Ich habe mir die letzten Jahre so viel Wissen rund ums Thema Neurodivergenz, besonders im Bereich ADHS und Autismus angeeignet. Habe Ausbildungen, Fortbildungen, Seminare und Kurse besucht.
Ganz angesehen von den vielen vielen Bücher, die ich durch wälzt habe.
Ich hatte so viel Wissen aber scheiterte jeden mal kläglich an der Umsetzung.

Es war so so frustrierend.
Irgendwie musste es einen blinden Fleck geben.
Und ja.
Den habe gefunden.
Der blinde Fleck:
Unser Körper.
Wir können noch so viel Wissen in unserm Hirn ansammeln und werden immer und immer wieder kläglich an der Umsetzung scheitern, weil wirs verchecken unserem Körper bescheid zu geben.
Die Forschung weis schon längst, dass wir ein Körpergedächtnis besitzen. All unsere Geschichten, Emotionen und Gefühle werden dort gespeichert.
Und oft sind Ereignisse zu viel, zu schnell und zu plötzlich, sodass wir die daraus entstandenen Emotionen weder halten noch fließen lassen können.
Sie bleiben in unserem Körper stecken und hindern uns

